Heute endlich Teil 2 meiner Serie Portraits und Stories über

ehemalige und aktuelle Spieler des FK Austria Memphis mit

FRIEDL KONCILIA

Mit ihm hat die Austria einen echten Violetten zum Verein zurückgeholt, einen, welcher an bessere Zeiten erinnert. Unser neuer Sportdirektor Friedl Koncilia, vorgestellt in einem kurzen Portrait von Christian Gaiser :

Friedl Koncilia, geboren am 25. Februar 1948, stellte mit seinen 218 Bewerbspielen für die Wiener Violetten einen Nachkriegsrekord auf.
Er stammt aus Klagenfurt und ist gelernter Installateur.
Seine sonstigen "Eckdaten" lesen sich wie ein Ruhmesblatt : 84 Länderspiele, 4 Meistertitel und je zwei Pokalsiege mit Innsbruck und den Violetten. 13 Elfmeter verschuldet und ebensoviele gehalten.
Für alle Vereine in denen er tätig war bestritt Koncilia 526 Meisterschaftsspiele, 76 Pokalspiele und 51 Europacupschlachten. In all diesen Spielen wurde er nur einmal des Feldes verwiesen.
Am 18.8.1981 jedoch erhielt Friedl Koncilia die wahrscheinlich für ihn größte Auszeichnung. Er wurde in die Europaauswahl berufen, nachdem er mit glänzenden Leistungen über längere Zeit auf sich aufmerksam machte.

Tja, ein Engerl war der Friedl trotzdem keiner. Kleinere Handgreiflichkeiten mit Gustl Starek sowie eine Situation, welche uns wohl an ein bestimmtes Derby in der letzten Zeit erinnern sollte. Da streckte nämlich unser Friedl einen GAK Ungustl namens Gregoritsch mit einem Kopfstoß nieder, nachdem ihn dieser provoziert hatte.

Eigentlich war seine große Leidenschaft Tennis. Als 14- jähriger kam er zum KAC, doch der dortige Jugendleiter der Sektion Fußball, Walter Rath, brachte Friedl zum Fußball, für was wir uns nachträglich bedanken sollten.
Mit 17 stand er dann zum ersten Mal im Tor der Kampfmanschaft von Austria Klagenfurt. Und just war der Gegner Wacker Innsbruck, bei welcher er später spielen sollte. Die Berufung in die " Erste" von Austria Klagenfurt gab ihm laut eigener Aussage den letzten Ruck sich voll und ganz dem Fußball zu widmen.
1969 wechselte er dann zu Wattens, welche sich 2 Jahre später mit Wacker Innsbruck fusionierte. Damit wechselte der Friedl automatisch nach Innsbruck. Nach einem kurzen Gastspiel in Belgien kam er zu DEM VEREIN , YOU KNOW WHICH ONE I`M TALKING ABOUT ?

Zum Aufgeben zwang "unseren" Friedl eine Rückenverletzung, doch diese sollte ihn heute nicht mehr daran hindern, weitere Großtaten für unsere Wiener Austria zu vollbringen. Danke für alles und viel Glück in der Zukunft, Friedl Koncilia !!! 

... und in den nächsten Tagen werdet ihr hier ein Foto von Friedl sehen, welches ihn bei seinem Nebenjob zeigt :-)
Nächste Ausgabe: 8.6.1998