Teil 3 meiner Serie Portraits und Stories über

ehemalige und aktuelle Spieler des FK Austria Memphis mit

"Schneckerl" Prohaska

 

Herbert Prohaska, der Parade-Austrianer schlechthin, ist heute Thema meiner Serie Portraits und Stories über ehemalige und aktuelle Spieler des Fk Austria Memphis.
Herbert Prohaska, geboren am 8.8.1955 bestritt insgesamt 571 Spiele für die Winer Austria. In diesen 571 Spielen erzielte der Mittelfeldregiseur nicht weniger als 133 Tore, drei davon im Meistercup und sechs im UEFA Cup. Sein erstes Spiel für die Wiener Austria bestritt er am 11.8.1972 , sozusagen ein verspätetes Geburtstagsgeschenk, im Horrstadion gegen Wacker Innsbruck - Tirol.
Doch fangen wir von vorne an.
Das große Vorbild des damals kleinen Herbert war, wie könnte es anders sein, Pele. Mit 9 Jahren begann die Karriere eines der größten Fußballer Österreichs in Simmering, bei Vorwärts XI. (damals Askö XI Platz, heute Heimat von Simmering). Die ersten Jahre als Fußballer waren sehr bitter, da es mit seiner Mannschaft fast nur Niederlagen gab. Um von Vorwärts XI zu Ostbahn zu wechseln fälschte unser Schneckerl den Spielerpaß und dribbelte sich als "Mikolasch" durch die gegnerischen Reihen. Alles flog auf, doch nach einem halben Jahr gabs die Freigabe für klein Schneckerl und er konnte wechseln, um 500 Schilling...
Mit 15 Jahren feierte Prohaska seinen ersten Meistertitel. Ostbahn stieg in die Wiener Liga auf, doch noch viele Titel sollten folgen.
Mit 17 kamen 3 Angebote  : Austria, Innsbruck, Salzburg .(wer weiß, für wen er sich heutzutage entschieden hätte...)
Zu diesem Zeitpunkt, ich traue es mich gar nicht schreiben, war unser Schneckerl, na, wißt ihrs?? RAPIDLER !!! Er war es wirklich. Ich kann es bis heute noch nicht glauben.
Doch ein Transfer zu seinem Lieblingsklub scheiterte an der Überheblichkeit der Hütteldorfer.
Er entschied sich für die Austria : 20000 Handgeld , 3000 Brutto, 1500 für Heimsieg, 2000 für Auswärtssieg. Ganz schön...

Ein halbes Jahr später überwies die Austria 500 000 Schilling an Ostbahn und kaufte ihn endgültig.
Es folgte eine unglaubliche Zeit bei der Wiener Austria die im Europacupfinale 1978 gipfelte. Kaum genug Platz um das alles zu schreiben.

Schneckerl wurde mit Roma Meister, in Mailand Maestro genannt,Cupsieger geworden und im Nationalteam geigte er nach belieben.

Nach seiner erfolgreichen Karriere in Italien kehrte er um 4 Mio zur Austria zurück (als er wegging bekam die Austria 12 Mio). Er spielte sein letztes Spiel gegen den GAK im Horrstadion am 9.6.1989. Damals war allen Austrianern anzusehen, wie sehr ihnen der Abschied von ihrem Schneckerl weh tat.
Doch noch einmal sollte er die Austria zu zwei Meistertiteln und Cupsieg führen. Als Trainer des FAK.
Tja, und als Meistertrainer wird man bei der Austria entlassen (Joschi schau obe).
Und so ist er jetzt Teamchef. Und ich bin überzeugt : nach der WM Darling der Nation.