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Jugend gegen Rassismus in Europa 

 


Auf solche Fans können wir verzichten !!!

"Laßt uns doch in Ruhe die Alemannia anschauen" mögen einige vielleicht denken, wenn sie uns hier stehen sehen. Genau das wollen wir auch. Wir wollen aber das sich ALLE in Ruhe das Fußballspiel angucken können - auch unsere ausländischen Kolleginnen und Kollegen, auch Flüchtlinge, die in Aachen leben.

Deshalb weisen wir mit unserer heutigen Aktion darauf hin, daß auch auf dem Tivoli immer noch eine (wenn auch nicht besonders große) Gruppe von Neo-Nazis ihr Unwesen treibt.

Es kommt immer wieder vor, daß der Begriff "Asylanten" als Schimpfwort eingesetzt und skandiert wird, wenn in der gegnerischen Mannschaft farbige Akteure spielen ! Es kommt immer wieder vor, daß gegnerische Teams aus dem Ruhrgebiet mit dem Slogan "Ruhrpottkanacken" begrüßt werden. Es kommt auch vor, daß alte Nazie-Lieder gesungen werden.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, was ein türkischer oder Afrikanischer Alemannia-Fan denkt und fühlt, wenn er solche Schlachtrufe hört? Dadurch wird ein Klima geschaffen, das es verhindert, daß mehr ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger zum Tivoli kommen und es auch vielen deutschen Zuschauern nicht mehr gefällt. Erinnern wir uns an die Zeit, als Mustafa Denizli Trainer bei der Alemannia war. Damals (solange ist es noch gar nicht her) war der Tivoli ein Paradebeispiel für Völkerverständigung, für gemeinsame türkisch-deutsche Fußballbegeisterung. Was ist davon übrig geblieben? Weshalb kommen viele der türkischen Fußballfans nicht mehr zum Tivoli? Ein Grund ist mit Sicherheit die kleine Gruppe von Neo-Nazis, die Stimmung machte und das Klima vergiftet.

Diese Nazis versuchen aber auch den Fußballplatz als Rekrutierungsfeld für ihre rechtsradikalen Organisationen zu nutzen. Sie versuchen Jugendliche anzusprechen und für sich zu gewinnen.

Durch die rassistischen Parolen und ihre sonstige Tätigkeit machen sich die Nazis, die am Tivoli sind unserer Meinung nach mitverantwortlich für die Überfälle, Anschläge und Morde der Letzten Wochen und Monaten. Auch in Aachen gibt es Anzeichen dafür, daß ausländische Mitbürger in den letzten Zeit häufiger zusammengeschlagen wurden. Auch in Aachen sind Molotow-Cocktails geflogen.

Wir sagen auf solche "Fans" können wir verzichten!!!

Die Vereinsführung zeigt leider keinen Eifer in diese Richtung, auch wenn einzelne der Nazis, wie der stellvertretende Vorsitzende der NPD und stadtbekannte Hooligan, Sascha Wagner, Hausverbot am Tivoli haben.

Wir rufen alle echten Fußballfans auf: isolieren wir die Nazis und Rassisten am Tivoli. Reagieren wir auf ausländerfeindliche Parolen. Kriegen auch wir unseren Arsch hoch und die Zähne auseinander !

Quelle: Flugblatt das Mitte der neunziger Jahre am Tivoli verteilt wurde


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