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Spiele der Alemannia

Die wichtigsten und Interessantesten  Spiele der Alemannia


Aachener Nachrichten vom 26. April 1999

Der Tivoli tobt beim Drama gegen den SC Verl

Aachen. Zum Schluß riß es die Zuschauer von den Sitzen. Das Publikum der Haupttribüne stand auf den Bänken, ein Stadion tobte und versank in schwarz-gelben Freudentaumel. Noch 10 Minuten nach dem 2:1 über den SC Verl feierten 17500 Fans (Saisonrekord in der Regionalliga) Aachens Alemannia. Ein dramatischer Fußballnachmittags hatte ein glückliches Ende genommen und die Mannschaft von Werner Fuchs mit dem siebten Sieg in Folge einen Schritt weiter Richtung 2. Liga gebracht.

"Wir sind noch lange nicht aufgestiegen", warnte Mario Krohm vor den letzten fünf Spielen- Um dann die schlechte Nachricht des Tages zu verkünden: "Ich habe bei LR Ahlen einen Zwei-Jahres Vertrag unterschrieben." Der zehnfache Saison Torschütze zog damit die Konsequenzen aus der Rolle des "Edel Jokers", die in den letzten Wochen für ihn vorgesehen war. Krohm darf den Tivoli ablösefrei verlassen.

Werner Fuchs sah sich bestätigt: Der SC Verl, bis gestern Tabellenvierter, rührte "Beton" an und gestattete der Alemannia die optische Überlegenheit. Ein einziges Mal tauchten die Ostwestfalen in der ersten Halbzeit vor dem Aachener Tor auf. Da war die Alemannia schon emsiger. Die beste Chance zum 1:0 vereitelte SC Keeper Ortkemper, der kurz vor der Pause einen Lämmermann Schuß per Glanzparade entschärfte. "Ich hatte nie das Gefühl, daß wir hier einen Treffer kassieren würden", sagte Trainer Fritz Grösche. Bei den Schwarz-Gelben lief in der zweiten Halbzeit eines durchschnittlichen Spiels nur noch wenig zusammen. Höhepunkte: In der 81. Minute "bediente" Lasser den eingewechselten Raschke, und der sagte artig danke - 0:1.

Dann überschlugen sich die Ereignisse. Lämmermann scheiterte nach dem Wiederanstoß erneut an Ortkemper, ehe Verls Libero Nenne den Aachenern zu Hilfe eilte: Handspiel im Strafraum, Elfmeter von Frank Schmidt, Ausgleich drei Minuten vor Schluß! Und als Mario Krohm nur zwei Minuten später eine Flanke von Zimmermann zum 2:1 vollendete, bebte die Krefelder Straße.

"Ich wäre heute schon mit einem Punkt zufrieden gewesen", sagte Werner Fuchs, gezeichnet von "der ganzen Dramatik". Und wieder einmal hatten die Zuschauer gehörig Anteil an einem Alemannia-Sieg: "Die haben uns nicht hängen lasse". Auch das macht einen potentiellen Aufsteiger aus.

von Klaus Schmidt.


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