VOLLEYBALL
VOM ANFÄNGER ZUM ANNAHMESPIELER

Sebastian Wolf und Dominik Hilse
 

..............Videovideo Julia baggert
 
 

Die Hauptaufgabe des Baggerns beim Volleyball ist die Annahme von Aufschlägen und die Abwehr von Angriffsschlägen. Eine saubere Annahme eines Aufschlags ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Angriffsschlag, da der Zuspieler bei einer genauen Annahme mehrere Zuspielvarianten zur Verfügung hat.
Ein erfolgreicher Angriffsschlag ist im hochklassigen Volleyball eine Voraussetzung um das Aufschlagsrecht zurückzuerlangen. Eine erfolgreiche Abwehr hingegen ermöglicht einer Mannschaft nun aber die Möglichkeit einen neuen Spielzug aufzubauen und zu punkten, bzw. bei der neuen Zählweise ( alle Sätze im Tie- Break ) in Führung zu gehen. Eine gelungene Abwehraktion setzt eine gute Abstimmung der Abwehrspieler mit den Blockspielern voraus.
 

PHÄNOGRAPHISCHE/ MORPHOLOGISCHE ANALYSE

Ablauf der Bewegung:

Aus der Bereitschaftsstellung in die Spielstellung laufen und in Abspielrichtung drehen. Die Füße stehen schulterbreit auseinander, die Knie und der Oberkörper sind gebeugt.
Die Armhaltung ergibt sich aus folgenden Komponenten:


 
 
 
 

Nach Einnehmen der Bereitschaftsstellung senkt sich der Körperschwerpunkt. Kurz vor dem Auftreffen des Balles auf die gestreckten ( ! ) Unterarme – die Arme wirken wie ein Brett – streckt sich der Körper dem Ball entgegen.

Die Arme dürfen dabei nicht über Schulterhöhe geführt werden, womit deutlich wird, dass der Hauptanteil der Bewegung in der Streckung der Beine liegt.

Der Körper streckt sich nach dem Ballkontakt begleitend nach der Flugkurve des Balles.

Phasenanalyse der Bewegung:

Der Bagger ist eine azyklische Bewegung, das bedeutet, dass das Bewegungsziel in einer einmaligen Aktion erreicht wird. Die Bewegung läßt sich in 3 Phasen einteilen.
 

Bild 1 – 3 Vorbereitungsphase:
In dieser Phase schafft der Spieler günstige Voraussetzungen für die eigentliche Bewegungsaufgabe. Er verringert den Kniewinkel und führt damit die Gegenbewegung zur eigentlichen Bewegungsrichtung aus. Die Arme werden vor den Körper gehalten.

Bild 4 – 6 Hauptphase:
In dieser Phase wird das eigentliche Bewegungsziel ausgeführt. Der Ball wird durch Streckung der Beine und einem leichten modulierenden Impuls aus den Armen auf das Ziel zugebaggert.

Bild 7 – 8 Endphase:
In dieser Phase bringt sich der Spieler wieder in eine Gleichgewichtsposition.

Die Phasen gehen fließend ineinander über.
 

Wichtige biomechanische Merkmale der Bewegung

Da der Bagger beim Volleyball keine Bewegung ist, bei der ein maximaler Kraftstoß oder eine maximale Drehung erforderlich ist, kommt bei ihm nur die Koordination von Teilimpulsen zur Geltung. In diesem Fall bedeutet das, dass die Kraft aus den Beine auf die Arme und auf den Ball übertragen wird. Hierbei fungieren die Beine als Kinetoren und die Arme als Modulatoren.
 

Benennung lernrelevanter Aspekte

Beim Erlernen des Baggerns sollte man darauf achten, dass der Lernende die Bewegung von Anfang an richtig übt. Beim Bagger ist der fehlende Impuls aus den Beinen der Hauptgrund für eine schlechte Technik. Deshalb sollte man vor dem eigentlichen Erlernen des Baggerns eine Vorübung machen, bei der sich der Spieler voll auf die Körperbewegung konzentrieren kann und sich keine Gedanken um die Armhaltung machen muß.  Dafür eignet sich eine Vorübung, bei der sich zwei Spieler den Ball gegenseitig zuwerfen und dabei die Körperbewegung beim Bagger ausführen. Hierfür eignen sich auch so genannte autokorrektive Übungen.
Bei diesen Übungen sind die Voraussetzungen so geschaffen, dass der Lernende auf die richtige Ausführung der Bewegung angewiesen ist, da sonst das Übungsziel nicht erreicht werden kann. Bei jungen Spielern darf beim Erlernen des Baggerns der Spaß nicht zu kurz kommen. Deshalb sollten sich die Lehrer oder Übungsleiter Übungen ausdenken, die Sinnvoll für die Vertiefung der Technik sind und Spaß machen.
Wie oben schon erwähnt ist die Hauptaufgabe des Baggers die Abwehr von Angriffsschlägen und die Annahme von Aufschlägen. Voraussetzung dafür ist nicht nur eine saubere Technik:
( dargestellt an der Aufschlagannahme )
Reaktionsfähigkeit
Es ist sehr wichtig die Flugbahn des Balles schnell zu erkennen und sich in die richtige Position zu bringen um den Aufschlag sauber anzunehmen.
Umstellungsfähigkeit
Da die meisten Aufschläge beim Volleyball flattern, kann es sein, dass der Ball seine Flugbahn noch einmal ändert, bzw. bei Sprungaufschlägen fliegt der Ball in Richtung der Rotation. Hierbei muß sich der Annahmespieler schnell umstellen, da er vielleicht nicht mehr in der Lage ist sich in die ideale Annahmeposition zu bringen.
 
 

Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit
Es ist ebenfalls sehr wichtig die Körper- und Armhaltung richtig auszuführen     ( Ballgefühl ).
Kopplungsfähigkeit
Beim Baggern kommt es sehr darauf an die Teilbewegungen von Beinen und Armen richtig zu koordinieren.
Orientierungsfähigkeit
Weit an die Grundlinie geschlagene Aufschläge sind schwieriger anzunehmen als Aufschläge in die Feldmitte, aber auch risikoreicher, da diese auch sehr häufig ins Aus gehen. Es ist die Aufgabe des Annahmespielers sich so zu orientieren, dass er erkennt, ob ein Ball ins Aus geht oder nicht.
Beweglichkeit
Wenn man sich nicht schnell bewegen kann, ist man nicht in der Lage plazierte Aufschläge sauber anzunehmen.

Um ein guter Annahmespieler zu werden reicht es nicht eine gute Technik zu haben und gut austrainiert zu sein. Es braucht meistens Jahre um die nötige Erfahrung aufzubringen, die Spieler dazu veranlassen, Situationen frühzeitig zu erkennen und sich darauf einzustellen.




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DREHBUCH

Video1(15MB)     video2 (56 MB)
(nur auf  CD)
 

1. Vorspann mit eingespielten Szenen aus einem Länderspiel D : NL
Musik: THX – Sound
  BLUR: „Song 2“
2. Einblendung „ Die „perfekte“ Baggerhaltung “ mit Standbild von Julia
3. Standbild von Nina in Baggerhaltung

Erklärung der Armhaltung von Sebastian
Erklärung der Körperhaltung von Dominik
4. Einblendung „ Vorübungen “ mit Standbild von Nina
5. Nina macht Vorübung 1 ( Zuwerfen des Balles wobei der Körper die Baggerbewegung ausführt )
Erklärung der Übung von Sebastian
6. Julia macht Vorübung 2 ( Zurückbaggern des Balles aus konstantem, genauen Zuwurf des Partners )

Julia baggert

Erklärung der Übung von Dominik
7. Nina macht Vorübung 3 ( Baggern des Balles auf ein Ziel aus konstantem, genauen Zuwurf des Partners )
Erklärung der Übung Von Sebastian
8. Julia macht Vorübung 4 ( Baggern des Balles auf ein Ziel aus variablem Zuspiel des Partners )
Erklärung der Übung von Dominik
9. Einblendung „ weiterführende Übungen “ mit Standbild von Julia
Musik: Titanic – Soundtrack: „Rose“
10. Nina macht weiterführende Übung 1 ( Ball hochbaggern, hinsetzen, den Ball zwischen den Beinen aufkommen lassen, wieder aufstehen, Ball hochbaggern, hinsetzen, usw. )
Julia und Nina machen weiterführende Übung 2 ( Purzelbaum, Zurückbaggern des Balles aus konstantem Zuwurf )
Musik: Titanic – Soundtrack: „Rose“
Erklärung von Sebastian
11. Einblendung „ Einführung in die Spielsituation “ mit Standbild von Nina
12. Julia und Nina machen weiterführende Übung 3 ( gegenseitiges Zuspielen über das Netz, 1 mit 1 )
Erklärung der Übung von Dominik
13. Einblendung „ Abwehr und Ballannahme “ mit Standbild von Julia und Nina
14. Sebastian schlägt leichte Angriffsschläge von Position IV auf Julia und Nina, die auf der anderen Spielfeldhälfte  auf Position V stehen.
Erklärung der Übung von Sebastian
15. Sebastian macht Flatteraufschläge auf Julia und Nina
Erklärung der Übung von Dominik
16. Abspann mit Einblendungen von Mitwirkenden
Musik: FIVE: „Everybody get up“

Mitwirkende:

Spielerinnen:
Nina Basting und Julia Schnell vom VC Wiesbaden

Kamera:
Dominik Hilse

Regie:
Sebastian Wolf

Drehbuch:
Sebastian Wolf und Dominik Hilse

Schnitt:
Daniel Wilhelm, Dominik Hilse und Sebastian Wolf

1999 Blueend Mediadesign



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