merclogo.JPG (14986 Byte)Herzlich Willkomen beim DEUTSCHEN MEISTER 2000 - den Damen des Mannheimer ERC

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Finale/ MERC - TUS Geretsried 5:3 (3:1 1:2 1:0)

Aktuell:    Deutsche Meisterschaft in Königsbrunn am 4.3 und 5.3: Spielergebnisse  ***  Neu: Buchempfehlung:

Ausführliche Spielberichte und Hindergrund/Stimmungsberichte folgen in den nächsten 2 Tagen...

Mannheims Damen meisterlich

Königsbrunn · Mannheims Damen sind meisterlich wie die Herren: Die Eishockey-Frauen des MERC haben am Samstag und Sonntag in Königsbrunn beim Finalturnier um die deutsche Meisterschaft ihren Titel erfolgreich verteidigt. Die Mannheimerinnen besiegten gestern im Finale das Team des TuS Geretsried mit 5:3 (3:1, 1:2, 1:0) und holten somit bei der 17. deutschen Meisterschaften ihren fünften Titel nach 1988/90/92 und 1999.

Im Halbfinale hatte Mannheim den ESC Planegg-Würmtal mit 11:1 geschlagen, Geretsried war mit 5:2 gegen den TuS Wiehl erfolgreich gewesen. Im Spiel um Platz drei behielt TuS Wiehl mit 7:1 über Planegg-Würmtal die Oberhand. dpa


Im Laufe des Montags/Dienstags werde ich hier die DM in Königsbrunn und das Abschneiden der MERC-Damen aufarbeiten!

Wegen Ergebnissen und weiteren Informationen lohnt sich sicher ein Blick auf die Homepage von Martin Mellich: http://www.deb-online.de/damen/dm9900.html

Vorschau:

Viel gibt es im Vorfeld nicht zu berichten. Das Team ist bis auf Lena Gratzl komplett und einsatzfähig. Kleinere Wehwehchen oder Verletzungen werden am Wochenende keine Rolle spielen - wie immer eigentlich bei einem Finalturnier. Soweit ich das verfolgt habe ist man im Mannheimer Lager durchaus verärgert aber auch verunsichert über die Niederlage in Planegg. Auch wenn man sich sicher ist, daß letztlich nur die unglücklichen Umstände zur Niederlage führte und man das Spiel durchaus hätte gewinnen können bleibt ein ungutes Gefühl.

Nich auszuschließen ist, daß man mit dem Publikum Probleme bekommt. Gesetzt den Fall man würde nun in kompletter Formation die Planegger relativ klar schlagen, könnte dies eine negative Stimmung für ein mögliches Finale verursachen. Trotzdem wäre alles andere als ein klarer Sieg über Planegg eine kleine Sensation.

Alles in allem besitzt man im Mannheimer Lager die nötige Sicherheit, daß man das Vermögen hat den Titel zu gewinnen. Mit diesem Ziel fährt das Team nach Königsbrunn


So. 27.02. 17:15Uhr   ESC Planegg - MERC Damen 8:5 (1:1 3:1 4:3)

planegg3.jpg (12860 Byte)Spieldaten folgen...  Spielbericht von Rainer  / Kommentar

Stellungnahme aus dem Mannheimer Lager:

Danilo Valenti

Wir haben vor dem Spiel auf Nadine (kein Babysitter), Natascha und Tina Fischer (Klausuren am Montag morgen) verzichtet. Wir waren uns sicher, auch so das Spiel zu gewinnen. Vor gut 300 Zuschauer wollten wir ein gutes Spiel aufziehen und Werbung für uns machen.

Bereits auf der Hinfahrt klagte Lilian über Unwohlsein, in der 5.Minute des   Spiel prallte eine Planegger Spielerin mit Ihr derart zusammen, daß ihr Helm vom   Kopf gerissen wurde und sie eine starke Prellung erlitt. Sie hielt dann bis zur 16.Minute durch, danach ging nichts mehr.

In der 4.Minute verletzte sich Lena Gratzl, die Diagnose im Krankenhaus lautet Bruch des linken Handgelenks.

Maren (Hüftprellung), Marita (Mittelhandprellung) und Anja Scheytt (Knieprobleme) konnte nur bedingt ihr Potential ausspielen. Nachdem Kerstin Fischer ins Tor ging, hatten wir noch sieben Feldspiele. Trotzdem hielten wir das Spiel ständig offen und hätten bei etwas mehr Glück auch gewinnen können.

Uns Manipulation vorzuwerfen, ist doch Unsinn. Wir haben gegen Kornwestheim in zwei Spielen 17:4 Tore erzielt. Das sagt doch eigentlich alles. KW hatte doch eine Woche zuvor die Chance uns zu schlagen. Sie taten es nicht. Also, nicht unser Problem.

Unser Problem ist, am Wochenende eine gesunde und starke Truppe ins Feld zu schicken. Ich hoffe, daß wir das hinkriegen.


Kommentar von Alexander Maischein:

Der Reiz des Sports - Etwas Unerreichbares erreichen

An diesem Wochenende schimmerten wieder einmal die kuriosen Seiten des Sports kräftig durch. Während es Planegg nicht schaffte die hochmotivierten - obwohl bereits ausgeschiedenen - Berlinerinnen zu schlagen um sich so die zwei nötigen Punkte zur Teilnahme an der Endrunde zu holen, schlugen sie ausgerechnet die scheinbare Übermannschaft aus Mannheim. Prompt hatte der ein oder andere in der Reüublik ein schlechtes Gefühl dabei. Ob dies nun Aktive und Fans aus Mannheim waren, die sich gleich in die Defensive gedrängt sahen, oder Neutrale und weniger Neutrale aus anderen Vereinen, die damit spekulierten, daß sich Mannheim 'einen Gegener fürs Halbfinale ausgesucht hat'.

In der Tat ist die Konstellation etwas unglücklich und doch läßt sich hier so mancher durch falsche Argumente in Irre führen. Ich führe hier einmal ein gravierendes Beispiel aus dem Profi-Fußball an. Als in der letzten Saison der 1.FC Kaiserslautern in Frankfurt mit 1:5 unterging und genau dieses Ergebnis für die Frankfurter reichte um im Millionengeschäft Bundesliga weiter vertreten zu bleiben schrie die Republik ebenfalls kurzfristig 'Verrat'. Doch viele erkannten schnell, daß sich der Absteiger 1.FC Nürnberg am selben Tag selbst aus dem Rennen brachte, als der Spieler Frank Baumann in der Schlußsekunde das leere Tor höchst fahrlässig verfehlte.

Kornwestheim wie Planegg waren letztendlich selbst dafür verantwortlich sich die nötigen Punkte zu holen. So verlor der TVK beim 1:1 gegen Berlin einen ebenso wichtigen Punkt, wie die Planegger bei der unnötigen 0:1 Niederlage gegen den gleichen - abgeschlagenen - Gegner. Im direkten Duell hatte Planegg die Nase vorne - was letztlich auch die Platzierung in der Endabrechnung sicher stellte.

Nach dem Rückschlag des Planegger Teams gegen Berlin, nach der langen Durststrecke ohne Tore - trotz gutem Spiels - muß man vor diesem Team, welches ettliche interne Probleme zu bewältigen hat, den Hut ziehen und vielleicht auch als Mannheimer für einen kurzen Augenblick Planegg-Fan werden, den das ist der Reiz und Kitzel des Sports - nicht aufgeben und die letzte Chance mit aller Kraft und allem Einsatz suchen. Große Geschichten und Wertvolle Momente werden genau hier geboren - etwas Unerreichbares zu erreichen.

Natürlich werden solche Erfolge auch einmal durch des Gegeners Schwäche oder Nachlässigkeit ermöglicht. Es ist ein Unterschied ob es um alles geht oder ob es nur ein 'normales' Spiel ist. Im Falle Planegg gegen Mannheim galt es für den Gastgeber allerdings auch die katastropahle Blamage aus dem Hinspiel geradezurücken.

Schließlich muß man festhalten, daß es den MERC an diesem Wochenende genauso hart traf wie ihren Kontrahenten beim Hinspiel. Der Ausfall einer Torfrau, die schwere Verletzung einer Mitspielerinnen - das sind Ereignisse, die die härtesten Profiteams schon geknickt haben. Nicht zu vergessen das persönliche Risiko jeder Spielerin in hinsicht auf die DM. Psychologisch hat man sich diese Schlappe zum Abschluß der Runde gegen den Gegner im Halbfinale eigentlich nicht leisten können und so ist das Team aus Planegg am nächsten Samstag am Zug.

Kritische Worte - Herr Lauer und die Ausländerfrage

Wenn man nun etwas von Wettbewerbsverzerrung murmelt, muß man aus meiner Sicht auch das Verhalten von Ligenleiter Andreas Lauer hinterfragen. Lange vor Beginn der Saison erhielt der MERC eine Anfrage aus den USA von der Torhüterin Gisel Tan. Sie arbeitet für ein Jahr am Kernforschungszentrum in Heidelberg und suchte eine Gelegenheit Eishockey zu spielen. Das Mannheimer Team nahm sie mit offenen Armen auf, sicher auch mit dem Gedanken, daß die etatmässige Torfrau Nadine evt. für die gesamte Saison ausfällt. Für Gisel, die wohlgemerkt in erster Linie zum Arbeiten nach Deutschland gekommen ist begann eine endlose Odysse von Anträgen und Anfragen an Herrn Lauer zwecks Spielgenehmigung. Mir völlig unverständlich gibt es keine klaren Regeln unter welchen Umständen eine ausländische Spielerin in Deutschland spielen darf, sondern  Herr Lauer darf dies nach eigenem Gutdünken entscheiden und so forderte er immer wieder neue Bescheinigungen, Zettelchen und sogar eine Transferkarte aus den Staten von Gisel bis schließlich die Zulassungsfrist abgelaufen war. Sogar beim Verband des amtierenden Olympiasiegers hat er sich damit lächerlich gemacht und damit unterstrichen, daß die Eishockeyfunktionäre hierzulande meilenweit von internationaler Klasse entfernt sind. Wenn am Sonntag eine Feldspielerin ins Mannheimer Tor mußte und dadurch der TV Kornwestheim benachteiligt war, so kann sich dies auch Herr Lauer als sein Verdienst ans Revers stecken.

Überhaupt ist die Ausländerfrage ein wunder Punkt im Dameneishockey - was bei den Herren ins eine Extreme ausschlägt, neigt sich bei den Damen in die andere Richtung. Als Betreiber dieser Homepage bekomme ich hin und wieder Mails aus dem Ausland mit Anfragen von Spielerinnen, die hier entweder arbeiten möchten, aus Studiengründen in Deutschland sein werden oder andere Gründe für einen Aufenthalt in Deutschland haben. Was soll ich diesen Frauen antworten, wenn sie anfragen, ob sie hier spielen könnten?

Aus meiner Sicht braucht man eine klare Regelung, ähnlich wie in der Schweiz. Zum einen müssen die Vorrausetzungen klar sein und die Ligen müssen auf jeden Fall kontrolliert geöffnet werden. Dem deutschen Dameneishockey könnte ein wenig internationale Erfahrung sicher nicht schaden. So denke ich, daß gerade das Wirken von Kanadischen und Amerikanischen Spitzenspielerinnen in der Schweiz der dortigen Nationalmannschaft sehr viele Anregungen gegeben hat.


Spielbericht von Rainer Gmach (ungekürzt) topworker.ramagma@t-online.de

Last-Minute-Buchung

Bereits am Mittag konnte Planegg aufgrund der Meldung in Mannheims Gästebuch, dass Nadine Pfreundschuh nicht mit der Mannschaft mitreisen konnte, Hoffnung schöpfen. Als man dann weiter feststellen konnte, dass auch Natascha Schaffrik fehlte und die weiteren Leistungsträgerinnen Mannheims auch mehr verletzt als gesund auf dem Eis standen (zwei weitere Spielrinnen fielen noch im ersten Drittel aus), war mit der in Trostberg anwesenden Kulisse von rund 200 Zuschauern im Rücken neue Motivation und Hoffnung gegeben.

Trotz der Tatsache, dass auch in Planegg mehr verletzte als gesunde Spielerinnen auf dem Eis standen (MacKenzie fehlte wegen Erkrankung ganz), wollten die Penguins sich die hier bietende Chance nicht entgegehen lassen.

Nach Anfangs offenem Spiel konnte man sich dann in der neunten Spielminute erstmals gelungen in Szene setzen, als Seiler im Nachschuss zum 1:0 (Ass. Pink, Tatzel) vollendete. Bereits hier konnte man ungewohnte Unsicherheiten bei Mannheims Torfrau Holz feststellen. Nachdem Mannheim durch Becker in der 14. min noch zum 1:1 ausgleichen konnte (Ass. 19/87) nahm das Unheil aus mannheimer Sicht vollends seinen Lauf: Nachdem ihr bereits auf der Fahrt nach Trostberg im Bus übel geworden war, musste L. Holz im Mannheimer Tor 5 min vor Ende des ersten Drittels einsehen, das ein Weiterspielen nicht möglich war. Wurde die Zeit bis Drittelpause noch mit einer 6:5 Überzahl der Mannheimer überbrückt, opferte sich zum zweiten Drittel Kerstin Fischer für den Job der Torfrau.

Sie wurde bereits in der 22. min von Sara Seiler  mit einem trockenen harten Flachschuss überwunden. Kam Mannheim in der 25 min durch Anja Scheytt noch  zum Ausgleich (Ass. 5), zog Planegg durch blitzsaubere Tore von Elke Wiegand (Solo in der 29. min, nach schönem Pass Rumswinkel und nach Selbstvorlage mit Bande und Torfrau im Nachschuss, 31.min) im zweiten Drittel davon.

Hoffnungsvoll und doch ein wenig beängstigt (verspielte 4:2 in Wiehl!) begann Planegg dann das letzte Drittel und konnte bereits nach 3 min. durch Maria Seebald (Ass. Pink, Seiler) und weitere 3min später durch Sara Seiler (Moll) auf 6:2 davonziehen. Trotz dass dieses Resultat durch die in Torwartangelegenheiten völlig unerfahrene Feldspielerin Fischer und den höheren Kräfteverscheliss durch die ständigen Eiszeiten des noch einsatzfähigen kleineren Mannheimer Kaders logischerweise extrem begünstigt war, nahm Mannheims Trainer nun sofort eine Auszeit.

Eine Klatsche, wie sie Mannheim bislang immer der Konkurrenz beibrachte, wollte er sich und seiner Mannschaft dann doch ersparen: Kurzfristig brachte dies den
Erfolg zweier Tore durch einen Doppelschlag von Valenti und Becker (Assist gegenseitig) in der 48. und 50 min. Das Blatt wenden konnte er aber weder damit, noch mit der Maßnahme, beim Spielstand von mittlerweile 7:4 für Planegg (7:4, 53.min durch Nina Linde, Ass Mitterer), die Torfrau für eine sechste Feldspielrin
zu wechseln. Becker gelang zwar der Anschluss zum 5:7 (59. min, Ass. Scheytt), doch in der letzten Spielminute vollendete Maria Seebald zum 8:5.

Mannheims Trainer wollte nach Spielende nicht verhehlen, dass sein Team die wohl schlechteste Saisonleistung präsentierte. Dies sei nur schwer damit zu entschuldigen, dass neben der etatmässigen Torfrau auch der Kopf der Mannschaft (Schaffrik) deutlich spürbar fehlte und bereits im ersten Drittel zwei weitere Spielrinnen, dabei unter anderem die einzig spielberechtigte gelernte Torfrau ausfielen. Somit verblieb für die restlichen sieben Feldspielrinnen wohl nicht die Kraft, hier das gewohnt flüssige Spiel aufziehen. "Wir haben uns dann verkrampft und es einfach nicht mehr hingekriegt, das Spiel zu entscheiden. Das war Fakt, nachvollziehbar anhand des Spielberichtes und anhand der Zuschauer, die gesehen haben, dass wir die letzten 2 1/2 min. den Torhüter herausgenommen haben, alles probiert haben, aber es ist halt dumm gelaufen", suchte er nach dem Spiel niedergeschlagen und sichtlich angefressen nach Erklärungen für die Niederlage.

Währenddessen lies sich Planeggs Trainer an heimischer Wirkungsstätte von rund 200 Zuschauern ob des Coups seiner Mannschaft und der damit erfüllten Hoffnungen, dass ein für Mannheim ungewohntes Freiluftspiel seinem Team von Vorteil sein könnte, gebührend feiern. Das Team, welches bereits vor der Zwischenrunde beinahe vor dem Aus stand, wurde somit letztlich doch noch dafür belohnt, dass man sich zusammenraufte und gemeinsam wider allen Problem auf dem Eis eine Einheit bildete. Eine Einheit, die deie Bezeichnung Team verdiente,  wo jede für jede kämpfte und sich wider jede medizinische Vernunft keine Spielerin schonte, trotz teilweise erheblicher Verletzungen und Erkrankungen aufs Eis zu gehen und dort auch -wie geschehen- bis zum Umfallen alles zu geben.

Sollte mannheim es nicht schaffen, bis zum Wochenende wenigstens ein klein wenig Licht ins Lazarett zu bringen, so dürften ganz plötzlich Geretsried oder Wiehl wieder die Topfavoriten für den Meistertitel sein. Möglich ist vieles, denkbar sogar alles. Kommen wir am besten alle zahlreich nach Königsbrunn und schauen es uns an.

Planegg - OSC Berlin 0:1

Dieses Wochenende stand ganz im Zeichen der beiden letzten Planegger Endspiele um den Einzug in die Endrunde der DM in Königsbrunn. Galt eigentlich das Spiel gegen Berlin als dasjenige, welches zur Sicherung der nötigen zwei Punkte dienen sollte, gelang die Last-Minute-Buchung tatsächlich erst im letzten Spiel gegen Mannheim.

Überraschend ist dies aber sicherlich nur aufgrund der nackten Zahlen gewesen, bei genauerem Hinsehen durchaus nachvollziehbar. Denn wie bereits in der Vorwoche in Geretsried stellte sich auch in Miesbach wieder ein Berliner Team vor, das keineswegs gewillt war, die lange Reise gen Süden nur als Spassveranstaltung zu betrachten. Mit dem Anpfiff weg erspielte man sich gegen Planegg ein deutliches optisches Übergewicht, kreuzte gefährlich vor dem Planegger Tor auf und die Defensivabteilung der Penguins geriet ein ums andere Male in arge Schwierigkeiten. Dass in diesem Spiel Planegg die Mannschaft sein soll, die dringend den Sieg benötigte, stellte sich für einen neutralen Betrachter wahrlich nicht da.

Mit dem zweiten Drittel begann Planegg, sich langsam Spielanteile zurückzuerobern. Gerade da fiel zur Hälfte der Spielzeit dann das spielentscheidende Tor, als Susan Götz einemn Bauerntrick mit einem Rückhandschieber erfolgreich abschloss (Ass. Fleck und Rörig). In diesem Drittel vergab Planegg in Gestalt von Sandra Rumswinkel, die trotz Ellenbogenverletzung auflief, bei zwei Alleingängen die besten Chancen für Planegg zu einem Torerfolg.

Auch als im letzten Drittel keine Berliner Feldspielerin bemerkte, dass der eigenen Torfrau über eine Minute der Schläger fehlte, konnte Planegg keine zwingende Chance erspielen. Somit herrschte auf Berliner Seite Freude über die erfolgreiche Umsetzung der Ankündigung des Trainers vor Wochenfrist, in Planegg gewinnen zu wollen. Diese war sogar so groß, dass man dem Trainer eine Dusche mit der Mannschaft spendierte - allerdings eher unfreiwillig weil in kompletter Kleidung... Für die Penguins blieb dagegen nur der Trost der wenigen mitgereisten Verwandten und Bekannten und die kleine Hoffnung auf ein Wunder am Sonntag im Ausweichspielort mit dem bezeichnenden Namen Trostberg.

BayernRainer


Dienst am Puck: Sechs Eishockey-Damen bei der Bundeswehr

Quelle: http://www.hockeyweb.de

Füssen, 12. Februar Dienst am "Puck": Die Bundeswehr entpuppt sich als Förderer für die Eishockey-Damen. Sechs Nationalspielerinnen müssen am 1. Mai zum "Bund" und werden von der Bundeswehr-Sportfördergruppe Sonthofen wie Vollprofis zwei Jahre lang optmal im Bundesleistungszentrum (BLZ) Füssen optimal auf große Aufgaben vorbereitet. Diese sechs Spielerinnen gehören zum Kader von Bundestrainer Rainer Nittel für Olympia 2002 in Salt Lake City.

Bisher hatte der DEB bei der Bundeswehr zwölf solcher Sportförder-Stellen für die Herren zur Verfügung. Nach den guten Leistungen bei der Weltmeisterschaft 1999 und weiteren internationalen Turnieren wurde die Idee geboren, dass auch die Damen für Olympia 2002 gefördert werden sollen.

DEB-Frauen-Beauftragte Margot Hanig aus Füssen und Bundestrainer Rainer Nittel ließen nicht locker und der Sportdirektor Rolf Ebeling vom Bundesausschuss für Leistungssport des Deutschen Sportbundes (DSB) sowie der DEB richteten die Sportförderstellen Eishockey bei der Bundeswehr ein. Erster Erfolg waren die sechs "Planstellen" für die Damen (zehn für die Herren). Füssen wird nun Wohn- und "Arbeitsort" (auch für den Bundestrainer) der sechs Damen.



Die MERC-Damen auf dem Weg zur WM 2000

Anja_Scheytt2.jpg (8441 Byte)Auf dem Weg zur Weltmeisterschaft (1.-9. April im kanadischen Mississauga) stehen an diesem Wochenende die letzten Vorbereitungsspiele im Rahmen eines Vier-Länder-Turnieres in Füssen und Geretsried auf dem Programm. 

Mit dabei werden auch 5 Spielerinnen des Mannheimer ERC sein - Maritta Becker, Natascha Schaffrik, Anja Scheytt, Maren Valenti und Sonja Kuisle. Mit den U-22 von Weltmeister Kanada und Europas Aushängeschild Finnland stehen den deutschen Mädels sozusagen zwei "Lehrmeister" gegenüber, von denen es im Hinblick auf die WM weiter zu lernen gilt. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch die Schweiz. Mithin, das bestbesetzte Turnier was es im Damen-Eishockey in Deutschland jemals gab!

Die nächsten Wochen können für das Deutsche Damen-Eishockey richtungsweisend sein. Das WM-Turnier in Kanada gilt zugleich als Olympiaqualifikation für die Spiele 2002. Der 7.Platz von 8 Teams muß das Ziel sein. Doch dies wird ein außerordentlich schweres Unterfangen für die Deutschen Damen. Noch mehr als bei den Herren klafft zwischen den Top-Nationen und dem Mittelfeld, zu dem das Deutsche Team zu rechen ist eine gewaltige Lücke. In der Welt stehen 7 fast unüberwindbare Teams vor unseren Damen. Sollten sie jedoch bei der WM als letzter Absteigen, so hätten sie immer noch in einem Qualifikationsspiel, wahrscheinlich gegen die Schweiz, eine Chance auf Olympia 2002. In diesem Licht gesehen ist das Vier-Nationen-Turnierein ultimativer Test für die Mannschaft.

marittabecker.jpg (9952 Byte)Im Brennpunkt dabei natürlich die Spielerinnen des MERC.. Jede von Ihnen brennt auf die WM und jede hat das Ziel Olympia 2002 vor Augen. Eine Teilnahme wäre sicher ein fast unglaublicher Erfolg für jede einzelne von Ihnen aber darüber hinaus würde natürlich diese Ereignis auf die Sportstadt Mannheim und den MERC ein gutes Licht werfen. Schon allein aus diesem Grund ist die gute Förderung des Dameneishockeys in der Quadratestadt zu begrüßen.

Im Kreis der Nationalmannschaftskandidaten gibt es jedoch auch einige Probleme. So befindet sich Natascha Schaffrik zur Zeit zwischen allen Stühlen. Als exzellente Stürmerin bekannt und im Kader spielt sie seit zwei Jahren völlig selbstlos eine hervorragende Verteidigerin im Verein. Inzwischen dürfte sie eine der absolut besten Spielerin in Deutschland auf dieser Position sein, doch Nationaltrainer Rainer Nittel verweigert ihr (noch) den Platz in der Abwehr. Ebenso problematisch ist die Lage für Nadine Pfreundschuh im Tor. Sie hat sich in den letzten Jahren durch unglaublich harte Arbeit ganz noch oben gearbeitet und im Grunde zweifelt niemand an, daß sie die Nummer Eins im deutschen Tor ist. Allerdings kam ihr im letzten Jahr die Schwangerschaft und die Geburt ihres Sohnes Patrick ‘dazwischen’ und so konnte sie einige Vorbereitungslehrgänge nicht mitmachen. Trainer Nittel bestand allerdings an der Teilnahme als Voraussetzung für die WM-Teilnahme. Auch jetzt noch stellt er sich in dieser Angelegenheit quer. 


 

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