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Leserbrief in den
Aachener-Nachrichten vom 2. Nov. 1981
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"Schlicht eine Unverschämtheit"
Hermann-Josef Cremer
aus Aachen beklagt die Vorverkaufspraktiken von Alemannia Aachen für das Spiel gegen den
HSV. Den Brief unterzeichnete ferner Helmut Bertram und Eduard Cloots: Cremer schildert,
wie er sich am ersten Tag des Vorverkaufs um eine Karte für das DFB-Pokalspiel bemühte:
Gegen 13.00 Uhr begab ich mich zur Geschäftsstelle der
Alemannia, um dort zwei Karten zu erwerben. Ich begrüßte den jungen Mann hinter der
Glasscheibe freundlich und bestellte mit einer Vorfreude auf das sicherlich interessante
Spiel - zwei Karten. Ich hatte den Satz noch nicht ganz ausgesprochen, da fiel meine
Kinnlade jäh herunter. Man gab mir zu verstehen, daß derjenige, der nicht am Spiel
Alemannia - Fort. Köln interessiert ist - vielleicht auch aus irgendwelchen Gründen
verhindert ist - auch keine Karte für das Spiel gegen den HSV bekommt. Ich konnte es ja
am 16.11.1981 noch einmal versuchen, wenn nämlich der offizielle Vorverkauf für das HSV
Spiel beginnt. Nur kann sich jeder Pennäler ausrechnen, daß zu diesen Zeitpunkt mit
Sicherheit keine Karten mehr vorhanden sind.
Es ist schlicht eine Unverschämtheit und grenzt meines
Erachtens an unlautere Verkaufsmethoden, den Kartenverkauf zweier Spiele zu koppeln, was
sicherlich das Herz des Schatzmeisters vor Freude taumeln läßt, jedoch nicht im Sinne
der Fans sein kann. Ich möchte sehen was passiert, wenn ein Sportgericht den Kauf eines
Fußballes vom gleichzeitigen Kauf einer Schiedsrichterbekleidung abhängig macht.
Ich nahm nach einer Anfrage beim Ordnungsamt der Stadt
Aachen mit Genugtuung zur Kenntnis, daß sich das Rechtsamt der Stadt Aachen bereits mit
dieser Sache beschäftigt und hoffentlich eine Entscheidung herbeiruft, die im Sinne aller
Fußballfans ist, nämlich die Ungültigkeitserklärung des gesamten Vorverkaufs.
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